Darker than blue

Soul from Jamdown 1973-1980

Blood & Fire, 2001 bei amazon.de zu kaufen

(rootsmanchris) In den 60er Jahren, als amerikanischer Soul die sozialen und politischen Lebensbedingungen der schwarzen Arbeiterbewegung reflektierte, gab es dasselbe Phänomen auch auf Jamaica. Ende der 60er Jahre taten das diverse jamaikanische MusikerInnen genauso intensiv wie ihre amerikanischen Vettern.

Diese Compilation widmet sich diesem kulturellen Austausch in den Jahren 1973 bis 1980 mit MusikerInnen wie Ken Boothe, Alton Ellis, John Holt & Delroy Wilson und Gruppen wie The Techniques mit Slim Smith, Pat Kelly u.a.

 

Einige Songs sind besonders hörenswert:

Der Song Ainīt no love in the heart of the city von Al Brown, der 1947 geboren wurde und ein Cover-Spezialist ist, basiert auf Bobby Blandīs Hit und wurde 1974 mit Skin Flesh & the Bones eingespielt. 

Milton Henry war Mitglied der Leaders von Ras Alla, bevor er für Lee Perry Soloplatten aufnahm. Al produzierte den Rhythmus für Gypsy Woman, er spielte die Rhythmusguitarre und die backing vocals sind von ihm. 

Der Song For the love of you von John Holt ist eine meisterhafte Interpretation im jamaikanischen Soul und wird hier zum ersten Mal veröffentlicht. 

Why canīt we live together, hier gesungen von Tinga Stewart, war 1974 ein Riesenhit in den USA. Er nahm ihn 1977 bei Channel One auf, gespielt von den Revolutionairies, mit einem exezellten Bläserarrangement von I-Roy.

Baltimore von den Tamlins gehört zu meinen Reggae-Lieblingssongs. 1977 von Randy Newman geschrieben wurde der Song 1978 durch Nina Simone bekannt. Sly & Robbie spielten ihn mit den Tamlins ein, deren größter Hit er wurde. Sehr hörenswert ist die Interpretation Hotter reggae Music von Welton Irie.

Das Booklet ist besonders informativ in Bezug auf die Entstehung der Songs und hat einige recht sehenswerte Fotos...

Anspieltips: Tinga Stewart - Why canīt we live together, Tamlins - Baltimore, Welton Irie - Hotter Reggae Music

rootsman Chris meint: Ein hörenswerter Soulsampler im Reggaesound vom Blood & Fire-Label

review © 11.2001 Roostman Chris for the reggaenode

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