Über 3200 Euro wurden auf diese Weise an die Organisationen "Menschen für Menschen" von Karl Heinz Böhm und WORLD VISION für zwei Patenschaften überwiesen - ein kleines Vermögen in den ärmsten Regionen der Welt und doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, mit dem Babylon erbaut wurde. Aber allein die Symbolik, dass aus Überfluss und Müll Hilfe wird, ist im übertragenen Sinn ein kleines Stück Rastafari.
WORLD VISION ist eine weltweite christliche Entwicklungshilfe-Organisation. Sie organisiert in Ländern der dritten Welt Hilfsprojekte. Der Chiemsee Reggae Summer hat die Patenschaft des sechsjährigen Omondi Okeno aus Kenia und der vierjährigen Beatrice aus dem Tschad übernommen. Den beiden Kindern wird monatliche finanzielle Hilfe bereitgestellt, die nicht nur ihre medizinische Versorgung und schulische Ausbildung sicherstellt, sondern auch weitere Programme ermöglicht, die der Familie und der gesamte Gemeinschaft zugutekommt, in der das Kind lebt.
Menschen für Menschen: Ende Oktober 1981 reiste Karlheinz Böhm zum ersten Mal nach Äthiopien und besuchte ein Flüchtlingslager mit etwa 1.500 Halbnomaden des Stammes der Hauiwa in Babile / Ost-Äthiopien. Gemeinsam mit ihnen begann das erste Projekt im ca. 30 km entfernten Erer-Tal, wo die Flüchtlinge in vier neuen Dörfern siedeln konnten. Heute betreibt Menschen für Menschen in sieben Regionen Äthiopiens eine Vielzahl von langfristig angelegten Projekten. Diese schließen landwirtschaftliche und agro-ökologische Projekte, den Bau von Brunnen, Mädchenwohnheimen und Schulen ebenso ein wie den Ausbau des Gesundheitswesens und immer intensiver auch Ausbildungsprogramme und aufklärende Maßnahmen zur Besserstellung der Frauen in der Gesellschaft. Dabei sind 585 Mitarbeiter für rund 2,6 Millionen Menschen im Einsatz.