Karl Zéro and the Wailers

Hifi Calypso

Label/Vertrieb über: Exil, Indigo / Veröffentlichung: 19.07.2004 bei amazon.de zu kaufen

(peterB) - Was passiert wenn ein französischer Star-Entertainer wie Karl Zéro ein bischen Kohle und viel Spaß in die Hand nimmt und sich einen Traum erfüllt? Es kommt ein Album heraus das nur auf den ersten Blick komödiantische Züge hat, es ist auch nach dem fünften Hören noch voller Überraschungen und fast schon ein Meilenstein. Für Hifi Calypso hat sich Karl Zéro nicht einfach nur die alte Begleitband von Bob Marley - the Wailers ins Studio geholt, nein er hat es auch geschafft diese in Teilen in der Originalbesetzung zusammen zu kriegen. Immerhin war es 15 Jahre her, dass Al Anderson (guit) und Aston "Family Man" Barret (bass) mit Tyrone Downie (keys) zusammengespielt haben und sie haben es sichtlich genossen. Downie, auch Produzent des Albums, begeisterte sich mit zunehmender Aufnahmedauer des Albums immer mehr für den Calypso, der einst zwar seine musikalischen Anfänge prägte, dann aber aus seinem Repertoire durch Reggae verdrängt wurde. Also eine Zusammenarbeit von Musikern und Nicht-Musikern (Karl Zéro), die alle mit Calypso direkt wenig zu tun hatten - und trotzdem ein phantastisches Album, das ganz einfach von dem Spaß und der Freude bei der Aufnahme profitiert.

Das ganze Ausmaß der Geschichte bietet die ebenfalls mitgelieferte DVD, quasi das "Making Of" zum Album. Viele Interviews mit den diversen Protagonisten und viele Momentaufnahmen sind da zusammengestellt. Zwar ist die DVD recht chaotisch und unübersichtlich aufgebaut, nichts desto trotz lohnt sich, alles einfach mal zu sehen, denn auch hier steckt das spannenste im Detail.

Hifi Calypso revolutioniert nicht die Welt aber das Album bringt einem den guten alten Calypos näher. Musik muß Spaß machen und das gilt insbesondere für karibisches. Karl Zéro schafft mit dem Wailers eine ausgesprochen fröhliche Athmospäre - bei hervoragender musikalischer Qualität. Locker und Leicht!

Weitere Informationen:

Getextet im August 2004

review (c) Peter Beckhaus für reggaenode.de

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