Mellow Mark

Sturm

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(redI) - In den Texten von Mellow Mark geht es Medienkritik, Anti-Globalisierung, Anti-Amerikanismus, repressive Staatsgewalt, das Leben auf der Straße, Hektik des Alltags, Revolution, aber auch um so "einfache" Dinge wie Liebe & Leben. Alles Dinge, die -sobald auf deutsch angesprochen, bzw. angesungen- oft als plakativ und pubertär abgetan werden. Zu Unrecht, zumindest im Falle von Echo-Gewinner Mellow Mark. Da ist es ihm vielmehr hoch anzurechnen, daß er sich an komplexeste Themen heranwagt und diese umgangssprachlich und mit viel Wortwitz auf den Punkt bringt. Genauso unbefangen klingt auch seine Musik. Ein auf den ersten Blick wild anmutender Stilmix aus Reggae, Folk, Hip Hop, Rock & Latin-Grooves, entpuppt sich beim Durchhören als logischer Soundtrack zu seinen Texten und wirkt dabei stilistisch erstaunlich stimmig. Da wächst zusammen, was zusammengehört: Ob Hippie-Lagerfeuer Atmosphäre in "Vibes", feinster Roots-Reggae in "Dein Wort in Gottes Ohr" oder wütender "Hip Rock" in "Sturm", alles eint die gleiche Stimmung. Und genau dies ist die Stärke dieses Albums: keine fett produzierte Single und der Rest Ausschuß, hier ist jedes Stück ein Knaller. Ähnlich hohe Qualität, vor allem aber eine ähnlich schöne Grundstimmung hatte zuletzt Bruder im Geiste Manu Chao auf seinem Jahrhundert-Werk "Clandestino" vollbracht. Und dies sollte dem gesamten Album doch mindestens eine Nominierung zur Sommerplatte 2003 verschaffen. "Was du gibst, ist was du kriegst (aus dem Song "Einfach")!" Und Mellow Mark hat uns mit "Sturm" verdammt viel gegeben!

Weitere Informationen:

Getextet im Mai 2003

review © Torsten "Red I" Sarfert für reggaenode.de

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