Nosliw

Mittendrin

Label/Vertrieb über: Downbeat/Eastwest / Veröffentlichung: 11.10.2004 bei amazon.de zu kaufen

(redI) - "Wir brauchen Songs, die upliften" singt Eric Wilson aka Nosliw auf dem Track "Musik". Dies ist ihm auf seinem ersten, langerwarteten Album wirklich erstklassig gelungen. Jedoch bezieht sich das "uplifting" nicht auf Party-Knaller, sondern vielmehr auf extrem gehaltvolle Texte, die am ehesten in die "Conscious-Reggae" Schublade gepackt werden könnten. Mit dem Unterschied dass hier keine Rasta- oder Yard-Problematik behandelt wird, sondern die mehr oder weniger alltäglichen Ängste und Sorgen im mitteleuropäischen Kulturkreis. Und genau darin liegt die große Stärke des gelernten Logopäden: Auf der einen Seite exakt auf den Punkt gebrachte, fast schon nüchtern kommentierte, messerscharfe Analysen einer gleichgeschalteten, leistungsorientierten, ignoranten und verlogenen Medien- und Konsumgesellschaft. Auf der anderen Seite sehr persönliche und anrührende Texte über Liebe, Leben und Tod (Atmosphärisch am ehesten vergleichbar mit Songs vom "König von Deutschland", Rio Reiser). Als Gäste ebenso mittendrin: Max Herre, Nattyflo und Vanessa Mason. Texte, Produktion, ein toller Flow und Riddims von Seeed, Silly Walks und Teka (verantwortlich für die Single "Wie Weit"), machen "Mittendrin" zum besten deutschprachigen Reggae-Album seit Jan Delays "Searching For The Jan Soul Rebels". "Es war an der Zeit!"

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Getextet im Oktober 2004

review (c) Torsten "Red I" Sarfert für reggaenode.de

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